Förderverein Hessischer Flüchtlingsrat e.V.

Sommerpause 01.07.2018 Juli - 31.08.2018 August
Internet Jugend Center 24 - Herzlich Willkommen in der Shoppingmall von Amazon! - Wir teilen mit Ihnen unsere Provision für - BGE, Einkaufsgutscheine, Microdarlehen, Jugendförderung, Lebensmittel, Sanktionsfrei (Hartz-IV), Miete (Wohnung) - Mitmachen lohnt sich - Folgen Sie uns auf Twitter https://twitter.com/ijc24 - Klicken Sie im Menü auf Amazon und kaufen Sie über unsere Banner bei Amazon ein. Die Provision teilen wir mit Ihnen. In der Shoppingmall im Forum nehmen wir Ihre Produkte auf und stellen Sie einem Millionen Publikum vor. Sprechen Sie uns an über das Impressum. Vielen Dank für Ihren Besuch und Einkauf - Ende
Internet Jugend Center 24 - Herzlich Willkommen Zuhause! - Am 05.02.2018 wurde der Junge Alek 12 Jahre alleine nach Mazedonien abgeschoben. Wir bitten die Verantwortlichen (Regierungspräsidium Gießen) das Kind wieder nach Deutschland zu holen. Helfen Sie bitte die Sie das Lesen das Alek wieder zurück nach Deutschland kommt. Es könnte demnächst auch Ihr Kind sein das abgeschoben wird. Unterstützen Sie den Hessichen Flüchtlingsrat bei seinen Spenden und Bemühungen. Gott segne Sie und vielen herzlichen Dank.

Schon gewusst…?

Das das Internet Jugend Center 24 schon seit 1999 erfolgreich

in der virtuellen Jugendarbeit tätig ist?

Förderverein Hessischer Flüchtlingsrat e.V.


Spendenaufruf für Alek

Spendenkonto:
Förderverein Hessischer Flüchtlingsrat e.V.
IBAN: DE19 5305 0180 0000 0505 00
Sparkasse Fulda
Verwendungszweck: "Alek"


Am 05.02 wurde der 12-jährige Alek alleine nach Mazedonien abgeschoben, obwohl die allein sorgeberechtigte Großmutter im Krankenhaus in Deutschland lag. Er hatte eine sehr schwierige, traumatische Kindheit hinter sich – die Eltern waren beide drogenabhängig, die Mutter verstarb an den Folgen der Sucht, der gewalttätige Vater wurde wegen verschiedener Delikte mehrmals zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt und misshandelte Alek regelmäßig.


Das zuständige Regierungspräsidium Gießen behauptete in einer Stellungnahme, das mazedonische Innenministerium habe zugesagt, dass „die erforderliche Betreuung des Jungen durch das Jugendamt sachkundig sichergestellt“ sei. Davon ist bis heute rein gar nichts zu sehen gewesen. Alek wurde von seinem Vater abgeholt, ist von dort jedoch schon am nächsten Tag abgehauen und kurzfristig bei einer Tante untergekommen, bei der er jedoch nicht auf Dauer bleiben kann.


Der Hessische Flüchtlingsrat hat ein Spendenkonto für Alek eingerichtet. Damit sollen Anwaltskosten bezahlt werden, um die Abschiebung rückgängig zu machen. Außerdem benötigt Alek dringend verschiedene Medikamente, die dort selbst bezahlt werden müssen, da er keine Krankenversicherung hat.


Sämtliche Spenden werden ausschließlich für die direkte Versorgung von Alek oder für die Finanzierung der Anwaltskosten eingesetzt.

Hintergründe:

PE des Flüchtlingsrates vom 05.02.2018

Stellungnahme des RP Gießen vom 06.02.2018

Erwiderung des Flüchtlingsrates auf die PE

    Kommentare 24

    • Virtuelle Demonstration für Alek


      Wir fordern hiermit die sofortige Rückführung von Alek 12 Jahre aus Mazedonien zurück nach Deutschland. Wenn Sie daran teilnehmen wollen dann senden Sie uns Ihre Meinung dazu über unser Kontaktformular.


      alek5.gif

    • Regierungspräsidium Gießen - https://rp-giessen.hessen.de/KONTAKT

      • Strafanzeige wegen Kindeswohlmissachtung im Fall Alek und weiterer Straftaten im Amt.


        Sehr geehrte Damen und Herren,


        am 05.02.2018 haben Sie das Kind Alek 12 Jahre alleine nach Mazedonien abgeschoben und dabei gegen Gesetze verstoßen. Unter anderem haben Sie keine sorgfältige Prüfung des Kindeswohls von Alek vorgenommen. Aus diesem Grund hätte Alek nicht alleine nach Mazedonien abgeschoben werden dürfen.


        Wir fordern Sie daher auf, umgehend das Kind Alek aus Mazedonien nach Deutschland zurückzuholen, andernfalls sehen wir uns dazu veranlasst Strafanzeige gegen Sie zu stellen wegen Kindeswohlmissachtung und weiterer Straftaten im Amt.


        Mit freundlichen Grüßen


        Internet Jugend Center 24

    • Derweil befasst sich auch die Landesärztekammer Hessen mit dem Fall. Der Menschenrechtsbeauftragte der Kammer, Ernst Girth, wies darauf hin, dass bei Abschiebungen stets ein Arzt feststellen müsse, ob der Betroffene flugreisetauglich sei. Die Landesärztekammer wolle klären, welcher Mediziner diese Bescheinigung für den traumatisierten Jungen ausgestellt habe, sagte Girth der Frankfurter Rundschau. Er sprach von einem „unglaublichen Abschiebefall“.

      • Was ist daraus geworden? - https://www.laekh.de/impressum

      • Sehr geehrte Damen und Herren,

        am 05.02.2018 wurde das erst 12 jährige Kind Alek nach Mazedonien alleine abgeschoben.In der Presse wurde dieser Artikel dazu geschrieben

        "Derweil befasst sich auch die Landesärztekammer Hessen mit dem Fall. Der Menschenrechtsbeauftragte der Kammer, Ernst Girth, wies darauf hin, dass bei Abschiebungen stets ein Arzt feststellen müsse, ob der Betroffene flugreisetauglich sei. Die Landesärztekammer wolle klären, welcher Mediziner diese Bescheinigung für den traumatisierten Jungen ausgestellt habe, sagte Girth der Frankfurter Rundschau. Er sprach von einem „unglaublichen Abschiebefall“."

        Wir bitten Sie um eine Stellungnahme zu diesem Artikel und möchten wissen, was Inhaltlich in dieser Angelegenheit seitens Ihrer Kammer unternommen wurde.

        Mit freundlichen Grüßen

        Internet Jugend Center 24

    • 11. August 2018 - Samstag: Wir wollen ein Netzwerk aufbauen für das Kind Alek 12 Jahre der am 05.02.2018 alleine nach Mazedonien abgeschoben wurde. Alek hat keine Verwandschaft die Macht und Einfluß hat um ihn zu beschützen. Das müssen wir und Sie tun. Wir wenden uns im Netzwerk für Alek an die Menschen die in der Lage und Willens sind Alek zu helfen das er wieder mit seiner Großmutter zurück nach Deutschland kann. Sofort. Das Regierungspräsidium Gießen ist dafür verantwortlich - das Alek wieder zu seinem Vater nach Mazedonien abgeschoben wurde. Die im Netzwerk angesprochenen Personen haben sich bereit erklärt, ihren Einfluß für Alek geltend zu machen. Wenn Sie auch Alek helfen können, dann sprechen Sie uns bitte an. Wir nehmen Sie hier gerne auf.

    • Ein Förderverein der sich nicht für nur für viele Menschen einsetzt, sondern auch für einzelne, insbesondere für Kinder hat unseren allergrößten Respekt und Anerkennung für seine Leistung verdient. Es ist beschämend und traurig das am hellichten Tag ein Kind aus einer Einrichtung vom deutschen Staat hier Regierungspräsidium Gießen abgeholt wird und alleine nach Mazedonien abgeschoben wird. Wie geht Deutschland so schlimm mit Kindern um, die dringend unsere Hilfe brauchen? Als Gott das sah weinte er. Und gerade das der Förderverin Hessicher Flüchtlingsrat sich auch so für nur ein Kind einsetzt ehrt ihn und seine Arbeit in besonderer Weise. Vielen Dank was Sie für Kinder alles tun.

      • Wir nehmen regelmäßig Kontakt zum Hessichen Flüchtlingsrat auf und erkundigen uns nach dem Verbleib von Alek. Außerdem checken wir das Internet nach neuen Beiträgen für Alek. Wir bleiben am Ball.

      • Wie sehr die Rechte von minderjährigen Flüchtlingen zurzeit mit Füßen getreten werden, verdeutlicht ein aktuelles Beispiel.


        Am 5. Februar wurde der erst zwölfjährige Alek aus dem hessischen Alsfeld nach Mazedonien abgeschoben. Seine Mutter war infolge ihrer Drogenabhängigkeit gestorben. Sein gewalttätiger Vater, ebenfalls schwer drogenabhängig, hatte seinen Sohn regelmäßig misshandelt, weshalb die Großmutter mit Alek nach Deutschland geflohen war. Alek, der seit 2016 mit seiner Großmutter hier lebte, ist aufgrund seines Kindheitstraumas psychisch krank und bedarf einer intensiven psychotherapeutischen Betreuung.


        Als seine Großmutter im Krankenhaus war, schlug die hessische Landesregierung, ein Bündnis von CDU und Grünen, zu und schob den Jungen kurzerhand ab. Dabei hatte sein Vater schriftlich erklärt, dass er sich wegen seiner Drogensucht und seiner „gestörten Gesundheit“ nicht um Alek kümmern könne. Auch die psychotherapeutische Betreuung ist in Mazedonien nicht gewährleistet. Über all diese Erkenntnisse setzte sich das Regierungspräsidium in Gießen mit Unterstützung der Landesregierung hinweg.


        Die Aussage im Koalitionspapier, „[Wir] setzten … unsere Anstrengungen fort, die Migrationsbewegungen nach Deutschland und Europa … zu steuern und zu begrenzen“, muss als das verstanden werden, was sie ist: mehr Abschiebungen und mehr Stacheldraht, Wachtürme und Mauern!


        Die Sozialistische Gleichheitspartei ist die einzige Partei in Deutschland, die für Neuwahlen eintritt, um den Antritt dieser rechten Regierung zu verhindern. Sie führt eine intensive Kampagne in der Arbeiterklasse und an Schulen und Universitäten und organisiert in den nächsten Tagen mehrere Veranstaltungen, um dieser reaktionären Politik ein sozialistisches Programm entgegenzusetzen.


        https://www.wsws.org/de/articles/2018/02/17/immi-f17.html

      • „Zukunft für Alle – Schule ohne Abschiebung“


        Hintergründe der Kampagne Zukunft für Alle – Schule ohne Abschiebung

        Problematik Abschiebung von Schüler_innen

        18_03_13 Aukleber 3 schwarzmagenta Schule ohne Abschiebung copy


        Von Abschiebung bedroht sind Jugendliche, wenn ihr Asylantrag (bzw. der ihrer Eltern) abgelehnt wurde, ihr Aufenthaltstitel abgelaufen ist bzw. widerrufen wurde oder wenn sie mit dem Status der Duldung in Deutschland leben.


        Die Prüfung eines Asylantrags dauert im Durchschnitt etwa ein knappes Jahr, in manchen Fällen sehr viel länger. Nach der Flucht aus ihren Herkunftsländern und Aufgabe der ihnen vertrauten Umgebung und Gesellschaft, versuchen Kinder und Jugendlichen sich in die neue Kultur, Umgebung und Sprache einzufügen und in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft das Erlebte zu verarbeiten und hinter sich zu lassen. Wie alle Jugendlichen orientieren sie sich und versuchen, einen Platz in der für sie neuen Gesellschaft zu finden. Erst nach einem knappen Jahr werden sie dann ggf. darüber informiert, dass sie nicht in Deutschland bleiben können, sondern ausreisen müssen bzw. abgeschoben werden. Über die Bedingungen, die die Jugendlichen in den jeweiligen Ländern erwarten, sagt ein negativer Asylbescheid nicht zwingend etwas aus, wie beispielsweise die umstrittenen Abschiebungen nach Afghanistan zeigen. Auch die Verfassung der Menschen wird viel zu wenig berücksichtigt. So haben viele Jugendliche mit Fluchtgeschichte häufig Kriegshandlungen oder Gewalt und den Tod von Angehörigen miterlebt. Abschiebungen können solche traumatischen Erlebnisse aufgrund der dabei entstehenden Ohnmachtsgefühle reaktivieren. In der Jugend werden durch Sozialisation und Bildung die Grundsteine für die Zukunft gelegt. Das erzwungene mehrfache Aufgeben der vertrauten Umgebung und der Zwang zum Leben unter prekären und/oder gefährlichen Bedingungen steht dieser Entwicklung im Wege.


        In Deutschland geboren – kein Recht zu bleiben

                                                                                                              

        Eine Duldung ist kein fester Aufenthaltstitel. Sie wird dann erteilt, wenn kein Asyl gewährt wird, eine Abschiebung aus gesundheitlichen, rechtlichen oder technischen Gründen jedoch nicht möglich ist. Die Abschiebung der Person wird also lediglich ausgesetzt. Dabei kann die Gültigkeit einer Duldung zwischen wenigen Tagen und maximal 6 Monaten betragen. In vielen Fällen werden Duldungen alle drei bis 6 Monate geprüft und dann um die gleiche Zeitspanne verlängert. Mit diesem ungewissen Status leben Geduldete oft jahre- oder gar jahrzehntelang in Deutschland. Eine Duldung kann jederzeit widerrufen werden, so dass die betroffenen Menschen prinzipiell jeden Tag damit rechnen müssen, abgeschoben zu werden. Damit haben sie keine Möglichkeit, ihr Leben im Voraus zu planen. Unter den Menschen, die mit diesen Kettenduldungen in Deutschland leben, befinden sich auch mehrere Tausend Roma, die im Zuge der Jugoslawienkriege nach Deutschland flohen. Zahlreiche Untersuchungen und Recherchereisen zeigen, dass ihnen in den ex-jugoslawischen Ländern extreme Verelendung droht. Die Kinder dieser Geflüchteten gelten aufgrund des deutschen Staatsangehörigkeitsgesetzes nicht als Deutsche und können, obwohl sie in Deutschland geboren wurden, ebenfalls jederzeit abgeschoben werden – in Länder, die sie nicht kennen, deren Sprache sie häufig nicht oder kaum sprechen und an deren Schulsystem sie aufgrund von formalen Hürden und Diskriminierung häufig nicht partizipieren können. Die Abschiebung dieser Jugendlichen bedeutet in der Regel, insbesondere wenn sie vor dem Erreichen eines Schulabschlusses erfolgt, sie in ein Leben ohne Perspektive, ohne Zukunft zu schicken.


        Schule – (k)ein Schutzraum für Jugendliche


        Die Abschiebung von Schüler_innen aus Schule oder Klassenzimmer ist dabei noch problematischer. Schule ist ein Ort des Lernens, ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, Freundschaften schließen und im besten Fall vertrauensvolle Verhältnisse zu Lehrer_innen und Sozialarbeiter_innen aufbauen. Ein Ort, an dem sie trotz Fluchterfahrung und der damit verbundenen Erlebnisse Vertrauen in die Gesellschaft aufbauen sollen, ein Ort der so lautstark geforderten Integration, ein Schutzraum. Durch die Möglichkeit, Abschiebungen aus dem vermeintlichen Schutzraum Schule durchzuführen, werden all diese Ansprüche und Bemühungen konterkariert. Schule wird für Jugendliche ohne sicheren Aufenthaltsstatus zum angstbesetzten Raum. Auch ohne konkret erfolgte Abschiebung ist das Bedrohungsszenario real. Ihre Unbeschwertheit, aber auch ihr Konzentrations- und Lernvermögen werden direkt beeinträchtigt; und somit auch ihre Chancen auf einen guten Abschluss und eine menschenwürdige Zukunft. Wird die Abschiebung tatsächlich durchgeführt, können aufgrund der erlebten Ohnmachtserfahrungen frühere traumatische Erlebnisse reaktiviert werden. Nicht nur für die selbst betroffenen Jugendlichen kann eine Abschiebung Traumata reaktivieren. Auch für

        Lehrer_innen und Mitschüler_innen ist es belastend, wenn ein_e Mitschüler_in nicht mehr auftaucht oder gar direkt aus der Schule abgeholt wird. So war nach einer Abschiebung aus einer Schule in Duisburg die ärztliche Betreuung einiger Mitschüler_innen nötig.


        Ziele der Kampagne

        Zukunft für Alle


        Die zentrale Forderung der Kampagne ist die, allen Schüler_innen eine faire Chance auf Zukunft zu ermöglichen. Darunter verstehen wir die bedingungslose Umsetzung des Artikels 28 der UN-Kinderrechtskonvention: „Recht des Kindes auf Bildung“ für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland, also einen sicheren Aufenthaltstitel für Alle bis zum Ende ihres Schulabschlusses bzw. ihrer Ausbildung. So würden sich ihre Chancen auf eine lebenswerte Zukunft erheblich verbessern – egal in welchem Land.


        Schule ohne Abschiebung


        Schule muss ein Schutz- und Lernraum für alle Kinder und Jugendlichen sein. Der Schutz vor Abschiebung ist dafür eine Grundvoraussetzung. Um zu erreichen, dass keine Abschiebungen aus Schulen stattfinden, sind folgende Schritte notwendig:

        1. Ächtung von Abschiebungen aus Schulen

        Es muss eine breite Aufklärung über die Notwendigkeit von Schule als Lern- und Schutzraum und über die negativen Auswirkungen von Abschiebungen aus Schulen erfolgen. Hierzu können Schüler_innen und Lehrer_innen im Rahmen von öffentlichkeitswirksamen Aktionen gleichermaßen beitragen. Abschiebungen aus Schulen müssen gesellschaftlich geächtet werden, um dadurch Druck auf die zuständigen Behörden auszuüben.

        1. Verhinderung von Abschiebungen

        Schulen sind in der Regel nicht auf Abschiebungen vorbereitet und daher im Falle einer anstehenden Abschiebung handlungsunfähig. Dies will Zukunft für Alle – Schule ohne Abschiebung ändern. Durch Networking, Coaching und das Verbreiten von Informationsmaterialien zur Unterstützung von Betroffenen werden diese, aber auch ihre Mitschüler_innen und Lehrer_innen, empowert, alle möglichen Schritte zur Abwendung von Abschiebungen vorzunehmen. Durch das Erarbeiten von Notfallplänen wird erreicht, dass Abschiebungsversuche an Schulen erfolglos bleiben und Behörden daher Schulen nicht mehr als Zugriffsort erwägen.

        1. Verbot von Abschiebungen aus Schulen

        Mittelfristig zielt die Kampagne darauf ab, Gesetzesänderungen herbeizuführen, die Abschiebungen aus Schulen verbieten. Über die Kooperation mit den bereits beteiligten Partnerorganisationen und Schulen hinaus ist hierfür ist eine enge Zusammenarbeit mit politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren geplant.

        Um diese Ziele zu erreichen beinhaltet die Kampagne folgende Bereiche:


        Inhalte der Kampagne


        Empowerment für Schulen

        Wir stellen eine Informationsbroschüre zur Verfügung, die Hintergrundinformationen, Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung für Schüler_innen und Lehrer_innen sowie Ideen für Aktivitäten und Protestformen liefert. Mit dieser können Schulen selbstständig aktiv werden. Darüber hinaus bieten wir an, Schulen vor Ort zu coachen. Dies bietet die Möglichkeit einer an die örtlichen Begebenheiten angepassten Beratung und der direkten Beantwortung von Fragen. Je nach Bedarf arbeiten wir mit Schulpersonal oder auch mit Schüler_innen. Soweit möglich stellen wir dabei Kontakt zwischen lokalen Initiativen vor Ort und den Schulen her, um die Beratungswege kurz zu halten und das vorhandene Engagement zu bündeln.


        Sichtbarkeit und Sensibilisierung der Öffentlichkeit


        Durch gezielte Pressearbeit, durch die Verwendung unseres Logos in E-Mails und Briefen, auf Plakaten, Aufklebern und Bannern und durch virale Verbreitung der Kampagneninhalte wir die Sichtbarkeit der Kampagne sichergestellt. Durch Informationsmaterialien wie Flyer, Poster und Aufkleber, über unsere Internetseite und unseren E-Mailverteiler, aber auch durch die geplanten dezentralen Aktionen und das Engagement der beteiligten Schulen und Initiativen soll eine breite Öffentlichkeit erreicht und für das Thema sensibilisiert werden.


        Dezentrale Aktionen


        Jeweils zum Weltflüchtlingstag (20. Juni) und zum Weltkindertag (20. September) finden dezentrale Aktionen statt, um auf die Inhalte der Kampagne und ihren Bezug dazu aufmerksam zu machen. Schulen können sich daran ebenso beteiligen wie kooperierende Initiativen. Denkbar wären hier zum Beispiel Infostände, Postkarten- oder Unterschriftenaktionen, kreativer Protest durch Schüler_innen oder ähnliches. Mitarbeiter_innen des RAN informieren die Beteiligten über die stattfindenden Aktionen und bekräftigen in gemeinsamen Pressemitteilungen die Forderungen der Kampagne.


        Einwirken auf Politik


        Die Kampagne hat zum Ziel, politische Entscheidungsträger_innen einzubinden um politische Veränderungen anzustoßen. Dies kann auf lokaler Ebene durch die beteiligten Schulen und Kooperationspartner unter Unterstützung des RAN erfolgen. Mögliche Formen sind offene Briefe, Postkartenaktionen, Unterschriftenlisten/Petitionen, Bürger- bzw. Einwohneranliegen u.ä. . Ein zweiter Weg ist die Adressierung von Politiker_innen auf Landes- oder Bundesebene. Diese Vorhaben werden vom Roma Antidiscrimination Network koordiniert.



        Mitmachen



        Schulen


        Werdet Schule ohne Abschiebung! Schule ohne Abschiebung ist kein Titel den wir vergeben. Es ist ein Mittel um die Positionierung und das Engagement gegen Abschiebungen aus Schulen nach außen zu tragen. Natürlich ist es wichtig, dass Schulen, die sich Schule ohne Abschiebung nennen, dies auch mit Inhalten füllen. Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme um die konkreten Schritte zu besprechen. Diese könnten zum Beispiel folgende sein:

        • Ausbilden, Ernennen und Bekanntgeben einer Vertrauensperson an der Schule (Lehrer_in/Schulsozialarbeiter_in), die als Ansprechpartner_in für betroffene Schüler_innen bzw. für Schüler_innen, die sich engagieren möchten fungiert
        • Kontaktperson für den Austausch mit der Kampagnenleitung über Aktionen, News und Aktivitäten der Partnerorganisationen ernennen
        • Empowermentangebote für Schüler_innen/Schulklassen durch die Kampagnenleitung oder Kampagnenpartner_innen ermöglichen
        • Ermöglichung von kreativen Protestformen durch Schüler_innen
        • Schüler_innen und Lehrer_innen Infomaterialien zur Verfügung stellen
        • Verwendung des Logos „Schule ohne Abschiebung“ auf der Schulhomepage, in E-Mails oder auf Briefpapier
        • Offizielle Teilnahme an dezentralen Aktionen

        Kooperationspartner_innen

        Kooperationspartner_innen können die Kampagne „Zukunft für Alle – Schule ohne Abschiebung“ auf verschiedene Weisen unterstützen.

        • Verbreitung der Ziele, Beteiligungsmöglichkeiten und der Angebote der Kampagne
        • Verwendung des Logos und Verbreitung der Informationsmaterialien
        • Bekanntgabe der und/oder Teilnahme an dezentralen Aktionen, Weitergabe von Informationen über die eigenen Kanäle und Netzwerke
        • Beratung für Schulen, die sich gegen Abschiebung engagieren wollen

        Jede Form der Unterstützung ist hilfreich. Insbesondere suchen wir noch Initiativen, die als Ansprechpartner für Schulen vor Ort fungieren können.


        Schüler_innen und Schüler_innenvertretungen


        Werdet Zukunft für Alle Aktivist*innen

        Auch ohne die offizielle Unterstützung Eurer Schule könnt ihr ihr aktiv werden, die Idee der Kampagne verbreiten und zur Aufklärung über die Folgen von Abschiebungen aus Schulen beitragen. Ihr könnt eigenständig kreative Protestformen durchführen, auf eure eigene Situation aufmerksam machen oder von Abschiebung bedrohte Mitschüler_innen unterstützen. Dabei erhaltet ihr Unterstützung von unserem Team. Unter folgendem Link findet ihr Bausteine für Infomaterialien, Ideen und Anregungen für Aktionen und Protestmöglichkeiten. Bitte meldet Euch bei uns, wenn ihr die Kampagne unterstützen wollt. Wenn ihr uns in ein paar Sätzen schreibt was ihr machen wollt und worin die Motivation für Eurer Engagement besteht, schicken wir euch kostenlos Infomaterial, Flyer und Aufkleber.


        Sonstige/Einzelpersonen


        Auch Einzelpersonen können uns bei der Kampagne unterstützen. Aufklärung über die Folgen von Abschiebungen an Schulen im eigenen Umfeld hilft uns, breite Unterstützung der Öffentlichkeit zu generieren. Informiert Euch auf unserer Homepage über anstehende Veranstaltungen und Aktionen und nehmt teil. Oder unterstützt uns durch Spenden zur Finanzierung unserer Informationsmaterialien und der Öffentlichkeitsarbeit.

        kontakt: info@roma-center.de