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Empfohlen Schutz vor Mobbing - Wenn Kinder im Cyberspace attackiert werden - (Jugendbox)

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Die Aufgabe der etwa 3.500 ehrenamtlichen Berater des kostenfreien Telefondienstes: Minderjährigen und deren Eltern Hilfe leisten bei kleinen Sorgen und großen Krisen. "Im letzten Jahr hatten wir mehr als 400.000 Gespräche und 130.000 Beratungen, wobei das Thema Cybermobbing eine gewichtige Rolle spielt", berichtet Pirk.


"Sehr oft rufen Kinder und Jugendliche bei uns an, die Cybermobbing-Attacken schon lange Zeit ausgesetzt sind und einfach nicht mehr weiter wissen", erzählt die Sozialwissenschaftlerin. Und: Häufig beginnt das Mobbing mit "fiesen Kommentaren" unter Bildern und Videos, bekommt dann eine starke Dynamik und eskaliert. (Jugendbox)


https://www.zdf.de/nachrichten…bing-von-kindern-100.html

  • Jede ausgestreckte Hand hilfreich


    In der Praxis zeige sich aber häufig, dass rechtliche Schritte allein den Konflikt noch nicht lösen. Nina Pirk von der "Nummer gegen Kummer" weist deshalb auch mehrfach auf die Verantwortung von Mitschülern hin, um Cybermobbing-Betroffene aus der Schusslinie zu holen.


    "Mitschüler, die sich nicht trauen, aktiv gegen die Mobber vorzugehen, helfen Gemobbten im ersten Schritt auch schon, wenn sie ihnen aufmunternde Nachrichten schreiben und sich so an ihre Seite stellen", sagt Pirk. Für Cybermobbing-Betroffene, die oft eine extreme Isolation erleben, sei "jede ausgestreckte Hand sehr hilfreich".

  • Hilfesuchende Beratungsstellen in ihrer Nähe aufsuchen. Die "Schau hin!"-Initiative hat auf ihrer Webseite eine nützliche Suchfunktion.

  • Es geht darum, die Attacken ins Leere laufen zu lassen", erklärt Langer. Denn Cybermobber seien auf Reaktionen aus. Bleiben diese aus, geht der Reiz der Attacken im besten Fall rasch verloren.

  • Ähnlich schildert es Kristin Langer, die für die Initiative "Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht." als Mediencoach tätig ist. Von Cybermobbing betroffene Kinder und Jugendliche seien oft in außergewöhnlicher Bedrängnis und Not. "Wenn sie nun erleben, dass Eltern und Lehrer ohne ihr Einverständnis Entscheidungen treffen, macht es die Lage unter Umständen noch schlimmer", so Langer.

  • Die Berater müssen zunächst zuhören und trösten. Dann versuchen sie, die Anrufer zu stärken. "Pauschaltipps geben wir nicht, es gibt auch nicht die eine Lösung", sagt Pirk. Besser sei es, gemeinsam zu überlegen, welche Möglichkeiten es gibt, das Cybermobbing zu beenden.

    Für alle Unterstützer ist dabei wichtig zu wissen: Mobbing verursacht bei den Betroffenen ein tiefes Gefühl von Kontrollverlust. Deshalb braucht es ein sensibles Vorgehen. "Niemals über den Kopf des Betroffenen hinweg entscheiden", warnt Nina Pirk. Das würde ein Ohnmachtsgefühl noch vertiefen.

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